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Benefiz-Konzert im Mausoleum

Konzert im Mausoleum von Carstanjen 2019

Ungewöhnliches Konzert in einem außergewöhnlichen Raum

Im Mausoleum von Carstanjen, der Urnenbegräbnisstätte am Plittersdorfer Rheinufer veranstaltete die Bürgerstiftung Rheinviertel am 19. Mai 2019 ein Benefiz-Konzert mit Jacob Niller, Akkordeon und dem „Jungen Chor Rheinviertel“.

Daniel Kirchmann gestaltete das stimmungsvolle Konzert mit 20 Sängerinnen und Sängern und dem erst 18 Jahre alten Akkordeonisten.

Mit Werken der Komponisten Bach und Beethoven, bearbeitet für das Akkordeon, eröffnete Jacob Niller das außergewöhnliche Programm. Gefühlvoll, dann bewegt, aber auch heiter spielte er die Französische Suite Nr. 5 in G-Dur von J.S. Bach, danach das Rondo von L. v. Beethoven und schließlich ein Stück von Wolfgang Jacobi. „An dessen Werken für Akkordeon, das er vor einigen Jahrzehnten als Konzertinstrument etablierte, kommt kein Spieler dieses Instruments vorbei“, begründete Jacob Niller seine Auswahl.

Jacob Niller, begann schon mit sieben Jahren mit dem Akkordeonspiel und wurde mit der Liebe zu diesem Instrument von seinem Opa „angesteckt“. Niller ist derzeit noch Schüler am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium und studiert zugleich an der Folkwang-Universität in Essen.

Stimmgewaltig, den wunderschönen Raum füllend, begann der zweite Teil: Beethovens „Chorfantasie“ erklang, die dem Konzert den Namen gegeben hatte. Der „Junge Chor“ und dessen Interpretation der Musik, begleitet vom Akkordeon, nahm die Zuhörer gefangen. Danach verlangte ein Kinderlied, der „Sixpence Song“ in der Bearbeitung des Briten John Rutter, den Sängern höchste Präzision ab, bevor die lyrischen, vom Chor hervorragend interpretierten Stücke des Norwegers Ola Gjeilo, erklangen. So vermittelte der Chor musikalisch eine Anmutung der wunderschönen Nordlichter.

Daniel Kirchmann erklärte die ungewöhnliche Zusammenstellung des Programms: „Mein Anliegen war es, Kunst, kindliche Fantasie und Schönheit in einer Auswahl zu vereinen.“ Der Kirchenmusiker leitet den 2007 gegründeten „Jungen Chor“. Es gelingt ihm immer wieder sehr gut die 20 Sängerinnen und Sänger zu motivieren, „indem wir neben Kirchenliedern, Gospel bis hin zur Rock und Pop singen“. Wie gut seine Auswahl bei Publikum ankam, zeigte der intensive Beifall.

„Es wird ein wunderbares Konzert“, hatte Annette Schwolen-Flümann vom Vorstand der Bürgerstiftung Rheinviertel am Anfang versprochen. Das ist es geworden: 80 glückliche Konzertbesucher konnten sich nach dem Konzert im Park des Mausoleums von Carstanjen mit Besuchern und Künstlern austauschen. Kaffee und Kuchen luden dazu ein. Den hatten Eltern aus der „Walter-Möhren-Kita von St. Georg“ vorbereitet. „Diese Bürgerstiftungs-Kita“, so Leiterin Heike Dohm-Acker, „legt großen Wert auf Kreativität, auch bei den unter 3-Jährigen.“

Der vom Benefiz-Konzert erbrachte Reinerlös von 2.500 Euro kommt der Jugendarbeit im Rheinviertel zugute. Wir danken dem Bestattungshaus Becker für ihr Sponsoring und allen ehrenamtlichen Helfern für die tolle Organisation.

Das Konzert fand im Rahmen des Musikschaufensters „Beethoven@home“ in Kooperation mit dem Netzwerk „Ludwig van B.“ statt. Deren Vorsitzende Dr. Solveig Palm nannte als Ziel des Netzwerks, „junge Musiker von der Grundschule bis zum Ende des Ausbildung zu fördern – ganz im Sinne von Bach und Beethoven“.

Link zum Mausoleum von Carstanjen ...