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Freude über Heilig- und Seligsprechungen

v.l.n.r.: Clara Fey, Katharina Kasper

Gründerinnen von Godesberger Ordensgemeinschaften erfahren Ehrung

Papst Franziskus hat bekannt gegeben, dass die Gründerin der Armen Dienstmägde Jesu Christi, die Selige Schwester Maria Katharina Kasper, heilig gesprochen wird.

Katharina Kasper wurde 1820 im westerländischen Dernbach geboren. 1851 gründete sie ihre Ordensgemeinschaft, die heute in verschiedenen Ländern und Kontinenten wirkt. Bereits zu Lebzeiten entsandte sie Schwestern ihrer Gemeinschaft nach Bad Godesberg, wo sie zunächst die Einsiedelei an der Michaelskapelle auf der Godesburg bewohnten. Seitdem sind die Dernbacher Schwestern 150 Jahre ununterbrochen in caritativen und pädagogischen Einrichtungen im Stadtbezirk tätig. Sie wirkten im Markusstift und im Hermann-Josef-Haus, auch betätigten sie sich in der ambulanten Krankenpflege. Heute leben vier Ordensfrauen ihrer Kongregation im Rheinviertel. Ihr Kloster St. Michael befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Herz Jesu Kirche. Der Termin der Heiligsprechung der1898 verstorbenen Ordensgründerin, die in Rom erfolgen wird, wird noch bekannt gegeben.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Papst Franziskus entschieden, dass Clara Fey seliggesprochen wird. Das Bistum Aachen hat kürzlich bekannt gegeben, dass die Seligsprechung im Dom zu Aachen am 5. Mai 2018 erfolgen wird. Clara Fey wurde 1815 in Aachen geboren. 1844 gründete sie die Gemeinschaft der Schwestern vom Armen Kinde Jesus. Die Ordensgemeinschaft wuchs schnell und gründete zahlreiche Niederlassungen im In- und Ausland. Zwei Jahre nach ihrem Tod 1894 in Simpelfeld in den Niederlanden gründeten ihre Mitschwestern die Clara-Fey-Schule in Bad Godesberg als Mädchengymnasium. Dort wirkten sie mehr als 100 Jahre im pädagogischen Dienst. Heute leben drei Mitglieder ihrer Gemeinschaft im Kloster St. Andreas im Rheinviertel und unterstützen die pastorale Arbeit im Seelsorgebereich.

„Mit großer Dankbarkeit nehmen wir die Entscheidungen des Heiligen Vaters entgegen. Es erfüllt uns mit großer Freude, dass zwei Ordensgründerinnen, deren Gemeinschaften eng mit Bad Godesberg verbunden sind und bis heute hier wirken, diese große Ehre zu Teil wird“, sagt Pfarrer Dr. Wolfgang Picken. Die Kirche von Bad Godesberg gratuliere den Kongregationen der Armen Dienstmägde Jesus Christi und der Schwestern vom Armen Kinde Jesus. Man nähme auf besondere Weise Anteil an der Würdigung dieser beiden großen Frauen. Von ihrer Impulskraft und Spiritualität profitiere Bad Godesberg seit 150 Jahren. Viele soziale und pädagogische Einrichtungen seien im Stadtbezirk untrennbar mit den beiden Ordensgründerinnen und ihren Gemeinschaften verbunden. „Wir wünschen beiden Ordenskongregationen den Segen des Himmels, damit sie ihr wichtiges und fruchtbares Wirken für die Kirche und zum Heil der Menschen fortsetzen können“, so Godesbergs Pfarrer weiter.