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Liebe Gemeinde,

wenn es in den kommenden Tagen oder Wochen vielleicht doch schneit, dann sind die Räumfahrzeuge im Einsatz. Der Schneepflug fährt durch die Straßen, um den Autofahrern eine sichere Fahrt zu ermöglichen. Dank dieser Einsatzkräfte ist es möglich ans Ziel zu gelangen.

Im heutigen Evangelium geht es auch um einen Räumdienst, um das „Freiräumen“ eines Weges. „Bereitet dem Herrn den Weg.“ Johannes der Täufer ruft uns zu, dass wir uns auf die Ankunft des Messias vorbereiten sollen. Es geht in erster Linie um die Vorbereitung unseres Herzens.

Sicherlich sind die äußeren Dinge auch wichtig, die uns dabei helfen und uns daran erinnern. Wir haben letzten Sonntag die Adventkränze gesegnet, die uns zu Hause eine Hilfe sind, uns auf Weihnachten vorzubereiten, durch Gebet, durch stilles Verweilen bei den angezündeten Kerzen, durch Lieder, usw. Die Kirche sieht im Advent so wie auch in der Fastenzeit den Sinn des Verzichtes, der Buße und der Umkehr. Darum keine Blumen, Farbe violett, alles ist karger, einfacher und schlichter, kein Gloria, damit es dann zu Weihnachten in der Mette, bewusster zum Vorschein tritt. Es ist der Gesang der Engel zu Bethlehem, auf den wir jetzt in diesen Wochen bewusst verzichten. Wir können noch auf mehr verzichten und durch kleine Opfer die Geburt des Herrn im Herzen ersehnen.

Lassen wir das Räumfahrzeug durch unser Herz fahren. Es soll nicht den Schnee wegräumen, sondern es soll den Schutt und all das Gerümpel wegräumen, das stört, das uns den Blick auf das Wesentliche nimmt. Das Zentrale ist die Vorbereitung auf die Geburt Christi in Bethlehem. Diese Vorbereitung war ja damals auch mühsam. Nicht nur, dass die Geburt bei jeder Frau mühsam ist, auch die äußeren Umstände waren noch dazu alles andere als bequem: der Stall, keine Herberge, die Krippe, kein angenehmes Bett usw.

Unsere Vorbereitung soll also eine Vorbereitung des Herzens sein. Die Leute haben sich damals auch überwinden müssen, als sie in die Wüste, in diese unbequeme Gegend zu Johannes zogen, nur um diesen Prediger zu hören. Und wer den Ruf ernst genommen hat, kehrte um und tat Buße. So wird es auch uns etwas kosten, wenn wir diesen Ruf ernst nehmen, umkehren, die Sünden bereuen und beichten. Das nennt man Schutt abladen, den Schneepflug kommen lassen und das Herz freiräumen. Gratulieren wir Pater Innocent anlässlich seines 25. Priesterjubiläums, das er mit uns an diesem Sonntag feiert. Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Adventszeit.

Euer Kaplan
Pater Astery Mushi, AJ.

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