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Liebe Gemeinde,

„Jeder Mensch braucht ein Zuhause“, so lautet das Motto der diesjährigen Caritas-Sonntag-Kampagne. Der Aufruf der Deutschen Bischöfe zum Caritas-Sonntag, den wir letzten Sonntag gehört haben, hat uns bewusstgemacht, wie gravierend der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in vielen Städten und Regionen Deutschlands ist.

Eine Situation, die nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt betrifft.

Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist es wichtig, dass sich Menschen mit unterschiedlichen Einkommen, unterschiedlicher Bildung und Berufen, aus unterschiedlichen Nationen im Alltag begegnen und zusammenhalten. Miteinander leben und im Austausch sein, statt Ausgrenzung und Ghettoisierung.

Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist auch bei uns in Bad Godesberg spürbar und erlebbar. Häufig erhalten wir Anfragen nach Wohnungen und Häusern. Vielfach besuchen Leute unseren Lotsenpunkt und fragen nach einer freien Wohnung oder einem freien Haus, in der Hoffnung ein Zuhause, einen Rückzugsort zu finden. Jeder braucht einen Ort, an dem er sich aufgehoben weiß. Ein Zuhause zu haben, ist eine maßgebliche Voraussetzung am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.

Wir Christen sind dazu aufgefordert, einen Beitrag zu leisten. In der Heiligen Schrift steht geschrieben: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“. Sei es Zeit, die wir schenken, um jemandem zu helfen, ein zu Hause zu finden oder sei es Geld, das wir geben, um unseren Mitmenschen finanziell unter die Arme zu greifen. Es gibt zahlreihe weitere Möglichkeiten füreinander da zu sein. Unsere Bereitschaft notleidenden Menschen zu helfen, beinhaltet unseren Ruf als Christen. Sie fördert in unserer Gesellschaft den Zusammenhalt und die Nächstenliebe, schenkt Heimat und Geborgenheit.

Der Aufruf des Caritas-Sonntages findet Anklang im letzten Vers des Evangeliums unseres heutigen Sonntages. Ich möchte den letzten Vers des heutigen Evangeliums neu formulieren: „Wer die Notleidende oder Bedürftigen unserer Gesellschaft um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.“

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Caritas-Sonntag.

Ihr Kaplan
Pater Astery Mushi, AJ.

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